Wirkung der Tomatis® Methode bei Problemen in der sensorischen Verarbeitung
Menschen mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung verhalten sich auf eine Art und Weise, die andere oft irritiert. Helles Licht, laute Geräusche oder Etiketten in der Kleidung sind oft unerträglich. Diese Menschen sind vielleicht ungeschickt, haben Schwierigkeiten mit motorischen Fähigkeiten, wie dem Schließen von Reißverschlüssen oder werden aggressiv, wenn ihr Gesicht nass wird. Treffen diese Verhaltensweisen auf Sie oder Ihr Kind zu? Die Tomatis®- Methode kann helfen!

Ihre kostenlose Broschüre über die Tomatis® - Methode
Inhaltsverzeichnis
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Was ist eine Störung in der sensorischen Verarbeitung oder in der sensorischen Integration?
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Was sind Anzeichen und Symptome einer Störung in der sensorischen Verarbeitung?
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Könnten sensorische Probleme ein Zeichen für ein anderes Erscheinungsbild sein?
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Wie kann die Tomatis®- Methode bei Problemen in der sensorischen Verarbeitung helfen?
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Welche Methoden können mit der Tomatis®- Methode ergänzt werden?
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Die Tomatis® Erfolgsgeschichten bei Problemen der sensorischen Verarbeitung
Acht Sinne, acht Ursachen für Probleme in der sensorischen Verarbeitung
Störung in der sensorischen Verarbeitung? Sensorische Integrationsstörung? Hyposensibel? Hypersensibel? Ist es ein sensorisches Problem? Dies sind häufig Begriffe, die bei einer Google-Suche auftauchen. Die Sinne sind der Schlüssel zum Verständnis der uns umgebenden Welt und der Art und Weise, wie wir mit ihr und anderen Menschen interagieren. Sie haben großen Einfluss an der Fähigkeit, sich an die Anforderungen eines jeden Umfelds anzupassen und diese zu bewältigen. Sie sind auch daran beteiligt, wie wir uns selbst regulieren und mit alltäglichen Belastungen umgehen können, z. B. wenn wir unseren Zug verpassen oder eine Geburtstagsfeier planen.
Was sind unsere Sinne und wozu dienen sie? Es ist überraschend zu erfahren, dass der Mensch nicht fünf, sondern acht Sinne hat. Jeder der acht Sinne trägt dazu bei, dass wir uns sicher fühlen, dass wir unseren Körper beherrschen und dass wir den Alltag bewältigen.
Fast jeder kennt diese fünf Sinne:
- Visuell – unser Sehsinn
- Auditiv – unser Hörsinn
- Olfaktorisch – unser Geruchssinn
- Gustatorisch – unser Geschmackssinn
- Taktil – unser Tastsinn und unsere Empfindungen
Die drei Sinne, über die Sie vielleicht nicht so viel wissen:
- Vestibulär – Gleichgewichtssinn, Koordination und Augenbewegungen, wie schnell oder langsam man sich bewegt, Körperposition, Orientierung im Raum
- Propriozeptiv – der Sinn für die Eigenwahrnehmung der Bewegungen, der Lage und der Rückmeldungen des Körpers, der Körperhaltung
- Interozeptiv– das Gefühl dafür, wie man spürt, was im eigenen Körper vor sich geht, z. B. ob einem heiß oder kalt ist, ob man hungrig ist, krank ist, oder sogar die Wahrnehmung der Gefühle

Jeder Mensch setzt täglich alle seine Sinne ein, sei es, um das Gleichgewicht in der U-Bahn zu halten, ein Buch zu lesen oder mit Freunden zu essen, und die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Jeder Mensch hat sensorische Vorlieben und Gewohnheiten. Manche von uns treiben lieber Sport, manche essen lieber scharf und manche bevorzugen ruhigere Räume. Es ist gut, Dinge zu haben, die man mag, und auch Dinge, die man nicht so sehr mag.
Aber was passiert, wenn diese sensorischen Vorlieben extrem sind und die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen, beeinträchtigen?
Was ist eine Störung der sensorischen Sinnesverarbeitung oder der sensorischen Integration?
Wenn die Fähigkeit, Sinneseindrücke genau und effizient zu verarbeiten, beeinträchtigt ist, kann dies zu einer sogenannten Störung der sensorischen Sinnesverarbeitung führen. Dies beeinträchtigt die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen aus den Sinnesorganen verarbeitet. Einfach ausgedrückt, handelt es sich um einen neurologischen “Stau”, der bestimmte Teile des Gehirns daran hindert, sensorische Informationen von unseren Sinnesorganen zu empfangen und angemessen zu verarbeiten.Dies kann sich auf die Fähigkeit auswirken, zu arbeiten, zu lernen und Aktivitäten des täglichen Lebens zu meistern.
Wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Störung der sensorischen Verarbeitung diagnostiziert wurde oder Sie jemanden kennen, bei dem dies diagnostiziert wurde, haben Sie vielleicht schon Begriffe wie Über- oder Unterempfindlichkeit gehört. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen lassen sich die Störungen der sensorischen Verarbeitung in zwei Hauptkategorien einteilen:
1. Hypersensibilität (Überempfindlichkeit, besonders empfindlich) gegenüber Sinnesreizen oder
2. Hyposensibilität (Unterempfindlichkeit, verminderte Reaktion) auf sensorische Reize.
Es ist auch möglich, eine Kombination aus Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten sensorischen Reizen und Unterempfindlichkeit gegenüber anderen sensorischen Reizen zu haben, was verwirrend sein kann und die Diagnose erschwert.
Was sind die Anzeichen einer Störung der sensorischen Verarbeitung?
Wenn Sie oder Ihr Kind Probleme haben, wie z. B. Unbehagen bei hellem Licht, lauten Geräuschen oder bestimmten Stoffen, oder wenn Sie Schwierigkeiten mit der Motorik und der Interaktion mit der Umwelt haben, sollten Sie wissen, dass Sie nicht alleine sind. Eine Störung der sensorischen Verarbeitung betrifft eine von 20 Personen.
Anzeichen einer Überempfindlichkeit
- Negative Reaktion auf plötzliche, laute oder metallische Geräusche
- Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu sein
- Wahrnehmung von Hintergrundgeräuschen, die meist von anderen nicht bemerkt werden
- Angst vor überraschenden Berührungen, Menschenansammlungen, Schaukeln und Geräten auf Spielplätzen
- Vermeidung von Umarmungen und Kuscheln, selbst mit vertrauten Personen
- Vermeidung, in unmittelbarer Nähe anderer zu stehen
- Angst vor Klettern, Fallen oder Bewegung
- Vorliebe für bestimmte Lebensmittel oder Würgereiz bei bestimmten Texturen
- Niedriges Schmerzempfinden und ungeschicktes Auftreten
- Mangelnde emotionale Kontrolle
Anzeichen einer Unterempfindlichkeit:
- Neigung zu unangemessener Berührung von Menschen oder Gegenständen
- Mangelndes Verständnis für Privatsphäre
- Unkoordinierte und ungeschickte Bewegungen
- Hohe Schmerztoleranz
- Unkontrolliertes und manchmal grobes Spielverhalten mit anderen Kindern und Haustieren, ohne deren Stärke einschätzen zu können
- Zappelig und unfähig, still zu sitzen
- Bevorzugung von Dreh- und Springbewegungen
- Suche nach Nervenkitzel und riskanten Aktivitäten
- Nimmt gerne Dinge in den Mund
- Stürmische Umarmungen
Könnten Probleme in der sensorischen Verarbeitung Zeichen für andere Erscheinungsbilder sein?
Eine Störung der sensorischen Verarbeitung ist ein Erscheinungsbild, das ein breites Spektrum an sensorischen Schwierigkeiten umfasst. Eine dieser Störungen ist die Auditive Verarbeitungs- und Wahrnmehmungsstörung (AVWS), die mit Schwierigkeiten bei der Verarbeitung auditiver Informationen einhergeht. Probleme in der sensorischen Verarbeitung treten häufig zusammen mit anderen Diagnosen auf und stehen in engem Zusammenhang mit ADHS und einer Autismus-Spektrum-Störung, wobei 92 % der Betroffenen beide Störungen aufweisen. Es ist wichtig zu wissen, dass Probleme in der sensorischen Verarbeitung sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen können.
Es gibt mehrere Erscheinungsbilder oder Störungen, die mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung zusammenhängen, darunter:
Störung in der sensorischen Verarbeitung und Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
Eine beträchtliche Anzahl von Menschen mit ASS hat Schwierigkeiten mit der sensorischen Verarbeitung. Der Anteil der Probleme in der sensorischen Verarbeitung kann bei Personen mit Autismus bis zu 90 % betragen (Baranek et al., 2006; Leekam et al., 2007; Tomchek und Dunn, 2007; Baker et al., 2008) und wird in der Bevölkerung auf 5 bis 16 % geschätzt (Ahn et al., 2004; Ben-Sasson et al., 2009). Sie können eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen wie Texturen, Geräuschen und Licht aufweisen, was zu einer Reizüberflutung führen kann. Andererseits gibt es Menschen, die aktiv nach intensiven Sinneserfahrungen suchen. Das gleichzeitige Vorhandensein von ASS und Problemen in der sensorischen Verarbeitung kann sich auf das Verhalten, die sozialen Interaktionen und das Wohlbefinden auswirken. Der Umgang mit sensorischen Empfindlichkeiten ist oft ein wichtiger Bestandteil in der Unterstützung von Menschen mit ASS.
ADHS und Probleme in der sensorischen Verarbeitung
Kinder mit ADHS zeigen häufig Anzeichen für Probleme der Sinneswahrnehmung. Studien deuten darauf hin, dass etwa 40% der Kinder mit ADHS Probleme in der sensorischen Verarbeitung haben. Dazu kann gehören, dass man sich leicht von sensorischen Reizen ablenken lässt oder dazu neigt, intensive sensorische Erfahrungen zu suchen. Das gleichzeitige Auftreten von Problemen in der sensorischen Verarbeitung und ADHS kann die ADHS-Symptome verstärken, so dass es schwieriger wird, Aufmerksamkeit und Impulsivität zu steuern.
Angstzustände und Probleme in der sensorischen Verarbeitung
Bei Menschen mit Angststörungen können Probleme mit der sensorischen Verarbeitung ihre Angst verstärken. Umgebungen mit überwältigenden Reizen, wie überfüllte Räume, laute Geräusche oder unerwarteter Körperkontakt können verstärkt Angstreaktionen auslösen. Der Umgang mit sensorischen Empfindlichkeiten ist von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung von Angststörungen, wenn gleichzeitig Probleme in der sensorischen Verarbeitung vorliegen.
Lernschwächen und Probleme in der sensorischen Verarbeitung
Kinder mit Lernschwierigkeiten haben oft Probleme mit der Verarbeitung von Sinneseindrücken, was auch ihre Lernleistung beeinträchtigen kann. Sensorische Empfindlichkeiten, wie z. B. eine Abneigung gegen bestimmte Texturen oder Lichtverhältnisse, können das Erfüllen schulischer Aufgaben beeinträchtigen. Anpassungen im Lernumfeld und maßgeschneiderte pädagogische Strategien sind oft notwendig, um Kinder mit dieser Kombination von Herausforderungen zu unterstützen.
Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen (UEMF) und Probleme in der sensorischen Verarbeitung
Dyspraxie beeinträchtigt die motorische Koordination und wird oft mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung in Verbindung gebracht. Bei beiden Störungen kommt es zu Problemen bei der Verarbeitung sensorischer Informationen für motorische Reaktionen. Die Kombination von UEMF und Problemen in der sensorischen Verarbeitung kann alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Schreiben oder Sport erschweren und erfordert gezielte therapeutische Maßnahmen.
Auch wenn alle Kinder eigenwillig oder wählerisch in Bezug auf ihre Vorlieben und Abneigungen sind, werden Kinder mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung durch ihre sensorischen Vorlieben besonders negativ beeinflusst, was ihren Alltag beeinträchtigt.
Wie kann die Tomatis®- Methode bei Problemen in der sensorischen Verarbeitung helfen?
Probleme in der sensorischen Verarbeitung oder eine sensorische Integrationsstörung äußern sich oft in einer Vielzahl von oft bizarren Formen. Die Tomatis®- Methode ist eine neurosensorische (Ohr-Gehirn-Körper) Trainingsmethode, die natürlich und nicht-invasiv ist und ergänzend zu anderen sensorischen Integrationstherapien eingesetzt werden kann.
Zusätzlich zur sensorischen Integration verbessert die Tomatis®- Methode die Grobmotorik, das Sprechen und die Sprache, die Körperhaltung und das Gleichgewicht sowie die Emotionsregulation bei Menschen mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung. Die Tomatis®- Methode trägt nicht nur dazu bei, die Fähigkeit des Gehirns, sensorische Informationen zu integrieren, zu verbessern, sondern sie schafft auch eine nährende, entspanntere Umgebung, die die Empfänglichkeit der KlientInnen für das auditive Training begünstigt.
Welchen Nutzen kann man von der Tomatis®- Methode erwarten?
Die Symptome und Verhaltensweisen von Personen mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung sind von Person zu Person unterschiedlich, ebenso wie der Nutzen, der sich aus der Tomatis®-Methode ergibt. Die Tomatis®- Methode arbeitet auf eine Art und Weise, die zur Entwicklung der sensorischen Verarbeitungsfähigkeit beiträgt.
Einige der Veränderungen, die die NutzerInnen des Tomatis®- Programms beobachten, sind unter anderen:
Reduzierte Geräuschempfindlichkeit
Mehr Toleranz gegenüber akustischen Reizen, was zu geringerem Unbehagen oder weniger Belastung durch Lärm führt.
Bessere Selbstregulierung und Selbstwahrnehmung
Verbesserung der Fähigkeit zur Regulation von Emotionen und Verhaltensweisen als Reaktion auf Sinneseindrücke, was die Selbstwahrnehmung und -kontrolle fördert.
Erhöhung der Aufmerksamkeitsspanne
Verbesserung der Fähigkeit, den Fokus und die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, was zu mehr Engagement bei Aufgaben und Aktivitäten führt
Verbesserung der Zuhörfähigkeit
Verbesserte Fähigkeit, auditive Informationen zu verarbeiten und zu begreifen, was zu einem besseren Verstehen und Befolgen von Anweisungen führt.
Verbesserung der auditiven Verarbeitung
Unterstützung der Fähigkeit des Gehirns, Geräusche zu interpretieren und zu verstehen, und damit Kommunikation und Verständnis zu erleichtern
Verbesserung der Lernfähigkeit
Bessere Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu behalten, was zu besseren Lernergebnissen führt
Klarheit im Sprechen und in den Sprachfertigkeiten
Verbesserung der Artikulation und Sprachentwicklung, führt zu einer klareren Sprache und verbessert die Kommunikationsfähigkeit.
Größere Unabhängigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens
Verbesserung der Fähigkeit, alltägliche Aufgaben selbständig zu erledigen und Freizeitbeschäftigungen effektiv auszuüben (z. B. Zähneputzen, Duschen usw.)
Verbesserung der motorischen Fertigkeiten
Verbesserung der fein- und grobmotorischen Fähigkeiten führen zu einer lesbaren Handschrift und erleichtern Aktivitäten wie Gehen und Laufen
Größeres Bewusstsein für Körper und Bewegung
Besseres Verständnis und Erkennen von Körperbewegungen, was zu einer deutlicheren Raumwahrnehmung beiträgt.
Verbesserte Lebensqualität in verschiedenen Bereichen
Verbesserung des Wohlbefindens und Komfort in der Schule, zu Hause und in der Gemeinschaft
Reduzierung von Angst und Meltdowns
Verringerung von Stress und emotionalen Ausbrüchen, Erleichterung eines ruhigeren und besser regulierten emotionalen Zustands
*Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Tomatis®- Methode kein Ersatz für eine herkömmliche Therapie für Probleme in der sensorischen Verarbeitung ist. Die Ergebnisse können von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Daher ist es wichtig, einen Professional zu Rate zu ziehen, der die für Sie am besten geeignete Vorgehensweise evaluieren und empfehlen kann.
Warum kann die Tomatis®- Methode bei Problemen in der sensorischen Verarbeitung helfen?
Die Tomatis®- Methode bietet wertvolle Unterstützung für Menschen mit Problemen in der sensorischen Verarbeitung, indem sie auditive Stimulation mit spezifischen Klangfrequenzen einsetzt, und so die Wirkung anderer Therapien unterstützt.
Dr. Tomatis verstand schon früh die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und durch Neuroplastizität zu lernen, was die Grundlage dieser Methode bildet.
Durch den Einsatz von Klang und Musik stimuliert die Tomatis®- Methode das Gehirn, was zu einer Verbesserung der auditiven Verarbeitung, der kognitiven und motorischen Fähigkeiten, sowie der emotionalen Regulation führt.
Das Programm fördert neuroplastische Veränderungen, indem es neuronale Bahnen zur effizienten Verarbeitung von Sinnesreizen schafft. Mit jeder Sitzung nimmt die Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen ab, die Aufmerksamkeit verbessert sich, die Emotionen stabilisieren sich und die motorischen Fähigkeiten werden verbessert.
Denn das Ohr ist der König Die positive Stimulierung des auditiven Systems durch die Methode wirkt sich deutlich positiv auf die motorische Entwicklung, die Konzentration, die Aufmerksamkeit, das Sprechen, die Sprache, die sozialen Fähigkeiten und die emotionale Regulation aus. Sie hilft, Muskeltonus, Körperhaltung, Gleichgewicht und Koordination zu verbessern, was zu einer klareren Wahrnehmung und Kommunikation führt.
Welche Therapien für Störungen der sensorischen Verarbeitung können mit der Tomatis®- Methode ergänzt werden?
Auch wenn es für Störungen der sensorischen Verarbeitung kein Standardrezept gibt, gibt es doch einige Therapiemöglichkeiten, die helfen können.
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Ergotherapie
ErgotherapeutInnen helfen Kindern mit Störungen der sensorischen Verarbeitung, indem sie sie bei neuen Aktivitäten anleiten und mit LehrerInnen zusammenarbeiten, um ihre sensorischen Bedürfnisse in der Schule zu unterstützen.
Sie setzen verschiedene sensorische Hilfsmittel ein, darunter die Tomatis®- Methode, bei der Stimme und Musik eingesetzt werden, um die Ergebnisse zu beschleunigen und die Therapiedauer zu verkürzen. Diese Methode kann zwischen den Sitzungen oder parallel zu anderen Therapieprogrammen eingesetzt werden.
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Physiotherapie
PhysiotherapeutInnen können die motorische Koordination und das Gleichgewicht eines Kindes evaluieren und verbessern, die bei Menschen mit Störungen der sensorischen Verarbeitung häufig beeinträchtigt sind. Dazu können Übungen und Aktivitäten gehören, die die Grobmotorik fördern, wie Laufen, Springen und Balancieren.
TherapeutInnen verwenden die Tomatis®- Methode, weil sie das Gleichgewichtsorgan stimuliert. Oft wird sie als Hilfsmittel zur sensorischen Stimulation während der Physiotherapie oder für Übungen der KlientInnen zu Hause verwendet, um die sensorische und akustische Empfindlichkeit zu reduzieren, was sie zu einer guten Ergänzung der Physiotherapie macht.
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Sensorische Integrationstherapie
Die sensorische Integrationstherapie umfasst sowohl Ergo- als auch Physiotherapie. Auf diese Weise kann eine typische Verhaltensweise erlernt werden. Sie soll dem Kind helfen zu lernen, wie es angemessen auf seine Sinne reagieren kann. Der kombinierte Einsatz von SI und Tomatis® führt zu lang anhaltenden Ergebnissen und kann die Programmdauer verkürzen.
Die Tomatis®-Methode ist ein auditives Stimulationsprogramm, das Menschen mit Störungen der sensorischen Sinnesverarbeitung helfen kann, einschließlich auditiver Verarbeitungsstörungen. Der Einzelne kann sein Potenzial voll ausschöpfen, indem er sein Gehirn trainiert, Informationen schneller und genauer zu verarbeiten. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Tomatis® Methode kein Allheilmittel ist, und es ist wichtig, mit einem Professional zusammenzuarbeiten, um die beste Vorgehensweise für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden
Häufig gestellte Fragen
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Kann ein auditorisches Stimulationsprogramm für APD oder SPD verwendet werden?
Auditorische Interventionen oder Hörtherapien stimulieren das Gehirn und verbessern die Hörmechanismen, wodurch die Wirkung traditioneller Therapien verstärkt wird, wenn sie in Kombination angewendet werden. Diese Programme verbessern die Art und Weise, wie das Gehirn auditive Informationen verarbeitet, und verbessern so die Hörfähigkeiten, die Klangunterscheidung und die auditive Wahrnehmung. Indem sie diese Herausforderungen angehen, unterstützen sie die Kommunikation, das Lernen und das tägliche Funktionieren von Menschen mit APD oder SPD. -
Mein Kind mit SPD ist gestresst, wenn es Zeit ist, in eine Klinik zu gehen. Können wir die Tomatis®-Methode auch zu Hause anwenden?
Wir sind stolz darauf, Ihnen das Tomatis® Programm vorzustellen, mit dem Sie oder Ihr Kind die Vorteile der Methode bequem von zu Hause aus nutzen können. -
Mein Kind ist überempfindlich gegenüber Geräuschen. Kann das Tomatis®-Hörprogramm von ihm/ihr verwendet werden?
Die Tomatis®-Methode wird auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Je nach den individuellen Anforderungen kann der Therapeut entweder Kopfhörer oder ein Vorbereitungsprogramm mit dem Knochenleitungsset empfehlen, das die Hörstimulation über einen Gürtel statt über Kopfhörer liefert. Diese Vorbereitungsphase bereitet das Kind auf das eigentliche Tomatis®-Programm vor. In der Regel besteht die Tomatis®-Methode aus drei oder mehr 14-tägigen Sitzungen, mit etwa 4-6 Wochen Pause zwischen den einzelnen Sitzungen. Diese Struktur gibt den Klienten Zeit, sich zu integrieren und sich an die Veränderungen des Programms zu gewöhnen (Akklimatisierung). Die Therapeuten haben die Flexibilität, das Programm auf die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden zuzuschneiden und so einen persönlichen und effektiven Ansatz zu gewährleisten. -
Warum sollte die Tomatis®-Methode in die Behandlungspläne/Sensorische Integrationstherapie meines Kindes integriert werden?
Ein einzigartiges Merkmal der Tomatis®-Methode ist, dass sie an der Wurzel des Problems ansetzt, wodurch die Reifung der sensorischen Systeme schneller optimiert werden kann. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, sie in Verbindung mit der traditionellen Therapie anzuwenden und den Gesamterfolg der Behandlung zu steigern. -
Wie werden sensorische Probleme diagnostiziert?
Da es sich bei der sensorischen Verarbeitungsstörung nicht um eine offiziell anerkannte neurologische Erkrankung handelt, gibt es keine offiziellen Diagnosekriterien. Einige Fachleute verwenden einen Fragebogen zur sensorischen Integration, um die sensorische Verarbeitung eines Kindes besser zu verstehen, sowie den Praxistest zur sensorischen Integration. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken:- Das alltägliche Leben wird durch das Verhalten
- Die Symptome sind schwer zu kontrollieren
- Reaktionen sind nicht mehr zu kontrollieren
- Das Lernen wird durch sensorische Probleme beeinträchtigt
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Gibt es eine Möglichkeit festzustellen, ob ich ein sensorisches Problem oder etwas anderes habe?
Es wird weitgehend angenommen, dass SPD eine Komponente einer anderen Erkrankung oder Störung ist. SPD ist jedoch keine offiziell anerkannte psychische Erkrankung. Viele Menschen auf dem Autismus-Spektrum haben sensorische Probleme. Aber nicht jeder, der sensorische Probleme hat, gehört zum Autismus-Spektrum. Andere haben vielleicht ADHS, Zwangsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen, oder sie haben noch nicht einmal eine Diagnose. Wir empfehlen Ihnen, einen Fachmann aufzusuchen, der speziell in sensorischer Integration geschult ist, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um SPD oder eine andere Diagnose handelt.
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